Es fällt mir immer schwer, so aus dem Stehgreif

etwas über mich zu schreiben oder zu sagen.

Vielleicht sollte ich mit einem Foto von mir beginnen. Manche sagen ja, dass Bilder mehr als tausend Worte sagen. Mein Foto macht das allerdings nicht. Es ist nicht das Beste, es ist nicht das Aktuellste. Aber es ist so ziemlich das einzige Foto, das ich habe. Vermutlich habe ich so etwas wie eine Fotoallergie – jedes Mal wenn eine Kamera in meine Nähe kommt, zucken meine Hände automatisch und panisch hoch … Jedenfalls bitte ich darum, diesen Ausschnitt einer Momentaufnahme zu entschuldigen, aber mir liegt wirklich nichts besseres vor.







Was gibt es sonst noch?

Wer die Kurzversion lesen möchte, sollte hier klicken. Für alle anderen gibt es unabhängig davon aber eine ausführlichere Version:

Zunächst einmal bin ich 1967 in Baden-Württemberg geboren. Als Viertes von fünf Kindern, was mir später glücklicherweise einige Nichten und Neffen beschert hat, wuchs ich in der Nähe von Stuttgart auf. Nach jahrelanger Bürotätigkeit mit kurzen Abstechern in den Verkauf, begann ich mich parallel dazu aufgrund meiner eigenen gesundheitlichen Geschichte Ende der 1980er Jahre mit alternativen Behandlungsmethoden zu befassen. Allerdings dauerte es etliche Jahre, bis ich selbst ernsthaft Kurse belegte, die in diese Richtung gingen.

2006 – 2008 waren besonders stressige Jahre für mich, auch wenn ich das in dieser Zeit gar nicht so stark empfunden habe. Das kam erst heraus, als ich etwas zur Ruhe kam. Ich absolvierte die gerade angedeuteten Seminare und durchlief  die Endphase meiner nebenberufliche Ausbildung zur Heilpraktikerin. Daneben ging ich meiner Bürotätigkeit nach und pendelte aufgrund eines familiär bedingten Umzugs zwischen Baden-Württemberg und meiner neuen Wahlheimat Schleswig-Holstein hin und her. 2008 brach ich meine Zelte in Baden-Württemberg endgültig ab und plante die Eröffnung einer Privatpraxis für ganzheitliche, alternative Behandlungen und Wellnessanwendungen. Da im Leben meistens alles etwas anders kommt als geplant, verschob sich die Praxiseröffnung wieder und wieder. Bis heute bin ich noch weit von meinem Traum entfernt. Aber ich hege die Hoffnung, dass das irgendwann noch einmal klappt. Unter anderem dieser Fehlstahrt in Sachen Praxis führte dazu , dass ich 2008 mit Schreiben begann. (www.romane.antjejuergens.de)

Tja, und abgesehen davon, dass ich Kinder, meine Familie und meinen Hund liebe, das Meer und hiesige (Rest-)Moor und noch viele andere Dinge mag, male und zeichne ich überaus gerne. Phasenweise viel oder wenig und nur für den Hausgebrauch. Und rein von den Techniken her bunt gemischt. Angefangen habe ich damit, als ich krank wurde. Irgendwie hat das meinen Blick auf vieles verändert. In der Zeit habe ich auch begonnen Schmuck zu entwerfen. Später habe ich meine Entwürfe zeitweise  selbst umgesetzt. Außerdem habe ich mich daran versucht, Steine in die Form zu bringen, die ich haben wollte. Da mir das seltenst gelungen ist und das Rohmaterial darüber hinaus sperrig und schwer war, habe ich dieses Hobby schnell wieder aufgegeben.



Was mich immer begleitet hat, waren Bücher. Etwas, was ich seit meiner Kindheit liebe und mit dem ich glücklicherweise auch von meinen Eltern, meiner viel zu früh verstorbenen Patentante und einigen anderen,  großzügig und stetig versorgt wurde. Noch heute finde ich es wundervoll wenn aus einzelnen Buchstaben fantastische Gebilde, Figuren und Situationen entstehen. Im allerbesten Fall noch abgerundet durch entsprechende Illustrationen und/oder Fotos. Die Faszination dafür hat sich bis heute bei mir gehalten. Und ich hoffe, sie ebbt noch lange nicht ab. Habe ich die Wahl zwischen einem Buch und einem fertigen Film, ziehe ich das Buch vor. Einfach weil ich dabei Bilder in meinem Kopf entstehen und mir nicht nur vorgesetzt werden.

Im Laufe der Jahre dürften ich Tausende in Händen gehalten und sie mal mehr mal weniger gierig (mit den Augen) verschlungen haben, bevor dann mein erstes Buch im Buchhandel erhältlich war. Obwohl ich für jede Buchbesprechung, ja jeden Kommentar zu meinen eigenen Büchern dankbar bin und auch relativ regelmäßig Besprechungen der Bücher anderer Autoren gelesen habe, bin ich erst 2010 auf den Gedanken gekommen, selbst eine Rezension zu verfassen. Das allerdings auch erst, als ich im Rahmen eines Buchringtauschprojektes darum gebeten wurde. Dementsprechend sahen das Ding dann auch aus, man kann schwerlich Rezensionen  dazu sagen. 



Von Anfang 2010 bis Mai 2011 war ich, allerdings als freie und ehrenamtliche, Rezensentin unter anderem für die Seite buchrezicenter.de tätig, was bedeutet, dass sich meine Schreibsucht eindeutig ausgeweitet hat. Außerdem habe ich einen eigenen Blog, auf den die Buchbesprechungen neben einigen anderen Seiten eingestellt werden. Genau genommen käme die Bücherwelt natürlich auch ohne meine Meinung aus. und ich habe in der Richtung noch viel zu lernen. Aber na ja, ich habe damit angefangen und werde den Blog vermutlich noch einige Zeit regelmäßig füttern. Sollten innerhalb eines Jahres keine Kommentare dazu hereinkommen (wovon ich ausgehe, obwohl ich überraschenderweise festgestellt habe, dass mittlerweile über 13.000 Besucher vorbeigesehen haben), schließe ich ihn wieder. Das habe ich mir zumindest vorgenommen. (Ati's Reziseite)

Anfang 2010 durfte ich den zweiten Band der Reihe Etanas Söhne in einer Lesung auf Radio NDS vorstellen. Das ist ein Online-Sender, der jeden Mittwoch zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr Autoren die Möglichkeit bietet, ihre Geschichten, Gedichte oder Romane - egal ob veröffentlicht oder nicht - vorzustellen. Danach wurde ich von der Moderatorin der Sendung gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, auch Texte anderer Autoren in einer Lesung vorzustellen. Da ich mir grundsätzlich alles vorstellen konnte, habe ich es natürlich versucht und durfte bald darauf eine Lesung mit Gedichten von Christel Veciana aufnehmen, die im März 2010 ausgestrahlt wurde.

Es kam noch die eine oder andere Lesung im Jahr 2010 dazu. Etwa Kurzgeschichten von Sandra Rehschuh, Gedichte von Gerhard Falk oder Alina Stoica oder die Geschichten einer Weihnachtssondersendung. Nachdem die entsprechenden Lesungen bisher ausschließlich auf Radio NDS in Scorpion Angels Bücherecke zu hören waren und ehrenamtlich erfolgten, kam Anfang Dezember etwas in Bewegung, das ich vor kurzem noch für unmöglich gehalten hätte. Ich wurde auf die Mitarbeit an einem Hörbuch angesprochen. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, aber ich bin recht aufgeregt, weil sich tatsächlich herauszukristallisieren scheint, dass ich dabei mitmache.

Leider haben sich die Moderatorin der Büchersendung und Radio NDS voneinander getrennt, weshalb auch mit der Ausstrahlung der letzten Sendung dort, meine Lesetätigkeit dort endete.

An dieser stelle möchte ich nachträglich den Autoren, die mir freundlicherweise ihre Geschichten und Gedichte oder Romanauszüge überlassen haben ebenso danken wie dem Bücherecken-Team von Radio NDS. Dort speziell Scorpion Angel und Markus. Auch dafür, dass sie ihr Vertrauen in meine Stimme gesetzt haben oder für die Akzeptanz, dass die Aufnahmen nicht in einem professionellen Tonstudio erfolgten. Ohne sie und dieses Vertrauen wäre das jetzt anstehende, für mich sehr interessante Projekt niemals zustande gekommen. Vielen, vielen Dank.



Ein weiteres Hobby von mir ist das Malen und Zeichnen,  wie oben bereits erwähnt. Das mache ich eigentlich nur für mich, allenfalls noch als Geschenk für jemanden. Doch 2010 wurde ich von jemandem gefragt, ob ich nicht Lust hätte,  einen oder mehrere Entwürfe für sein Buchprojekt "Danger Zone"  zu machen. Diese Entwürfe haben ihm - Werner Karl  - anscheinend so gut gefallen, dass er sie tatsächlich verwendet hat. Im Gegenzug habe ich mir eine signierte Ausgabe des Printbooks gewünscht. Bislang ist "Danger Zone" allerdings nur als E-Book bei tredition erschienen, doch die Taschenbuchausgabe soll folgen. Bin schon mal darauf gespannt, wie sie gedruckt aussehen.



So, jetzt habe ich einiges geschrieben und erst nichts gesagt. Vielleicht weil es über mich gar nicht viel zu sagen gibt. Im Laufe der Jahrzehnte kommt zwar so einiges zusammen - in meinem Fall jedoch nichts weltbewegendes. Mein Leben ist bisher relativ normal verlaufen. Es gab einige lehrreiche Tiefs und das eine oder andere nicht minder lehrreiche Hoch. Obwohl ich gebürtige Schwäbin bin (von denen wird ja behauptet, dass sie mit 40 gescheit werden), hat mich das meiste  davon trotzdem nicht schlauer gemacht. Vielleicht weil ich mich einfach weigere, zu glauben, dass die Welt tatsächlich so schlecht ist, wie sie einem manchmal vorkommt.

Ich bin gerne im Hintergrund. Insoweit bin ich immer noch überrascht, dass ich mit Etanas Söhne an die Öffentlichkeit gegangen bin oder eine Homepage habe, die für jeden einsehbar ist. Mein zweiter Vorname müsste eigentlich Neugier sein, vermutlich hat sich damals nur der Standesbeamte quergestellt und so wurde Kerstin draus. Ich hoffe jedoch aufrichtig, dass ich eben diese Neugier nie in meinem Leben verliere. Sie macht es immer wieder spannend. Ich lebe nach dem Motto: Neugier bildet und diese Bildung kostet nur die Überwindung, Fragen zu stellen. Da es keine dummen Fragen, sondern allenfalls dumme Antworten gibt, kann eigentlich nichts schiefgehen.

Es gibt Leute, die behaupten, dass ich zum Lachen in den Keller und viel zu ernst durchs Leben gehe und solche, die behaupten, dass ich doch recht kindisch bin und vermutlich nie erwachsen werde. Manche bezeichnen mich als (spinnerte) Esoterikerin, andere als Wissenschaftsjunkie (was ich nicht ganz nachvollziehen kann). Manche attestieren mir das Gemüt eines Pferdes. Manche sehen mich als streitlustige Nonkonformistin, andere als harmoniesüchtige Ja-Sagerin. Harmoniesüchtig kann ich eindeutig bejahen, obwohl ich für mein Leben gerne und lebhaft diskutiere. Es kommt einfach darauf an, worum oder um wen es geht. Jemand, der mir sehr viel bedeutet, meinte einmal, meine biestige Eloquenz sei das, was ihm am meisten an mir gefällt (ich musste erst mal nachschlagen, was er damit meinte). Ein anderer meinte, dass man vermutlich eher einen Kampfhund los wird, der sich an einem festgebissen hat, als mich von einem Thema abbringt, das mich interessiert. Nebenbei bemerkt: Mich interessiert vieles! Hab ich schon erwähnt, dass mein zweiter Vorname ... Egal. Wie sehe ich mich selbst?  Vollzeitegoistin, Zweckoptimistin  und träumende Teilzeitrealistin, mit jeder Menge Schwächen, trifft es vermutlich am ehesten.



Meine Vorlieben? Es gibt weder eine(n) absolute(n) LieblingsschauspielerIn oder Lieblingsfilm, noch eine(n) absolute(n) LieblingssängerIn oder Band - wobei ich Di Caprio in "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" oder De Niro als Katatoniker (wie hieß der Film doch gleich?) genial fand. Oder Nichols in "Einer flog übers Kuckusnest". Und ganz viele Schauspieler und Filme sind natürlich toll. Aber da ist eben nichts, was mein absoluter Favorit wäre. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht mal einen Fernseher habe? Möglich - wobei sich die Gelegenheit fern zu sehen, ja immer mal ergibt. Ich liebe Kino, gönne mir dieses Vergnügen aber immer seltener, weil die meisten Filme zwar technisch immer aufwendiger und fantastischer, inhaltlich aber zunehmend leerer werden. Theaterstücke und Opern gefallen mir - solange es alte Inszenierungen sind. Mit modernen Fassungen habe ich da so meine Probleme. Ich schätze, da bin ich schrecklich unflexibel.

Mit der Musik verhält es sich genauso. Abgesehen davon, dass mein Geschmack querbeet geht und ich so ziemlich alles außer (dt.) Volksmusik mag, gibt es auch da keinen besonderen Favoriten. Genau wie in meinem Bücherregal viele Genres und Autoren ein friedvolles Dasein miteinander fristen, tummeln sich neben verschiedenen Varianten der Stücke von Grieg und Saint-Saëns AC/DC und Konsorten. Bach freut sich mit Bon Jovi, wenn sie gespielt werden und so weiter. Eminem hat nichts dagegen von Madonna oder Straußvariationen abgelöst zu werden. Ich singe gerne und viel und völlig falsch, weil ich a) keine Note kann und b) keinen Ton halten kann. Aber es ist ein gutes Atemtraining und macht Spaß, auch wenn es mir schon den einen oder anderen seltsamen Blick an einer Ampel oder von Familienangehörigen eingebracht hat.


Ich liebe Musicals. Als Vampirfan natürlich "Dracula" (für meinen Geschmack in der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet) und "Tanz der Vampire" (mehr wegen der Musik als der Handlung, weil mir da der Film einfach besser gefällt und außerdem ist ja leider Steve Barton, der für mich beste Darsteller des Grafen Krolock viel zu früh verstorben). Ansonsten bin ich eher ein Fan alter Musicals. Vielleicht weil es mir so vorkommt, als ob früher mehr als jetzt herausgekommen sind. Wie auch immer. Ich mag die Tap Dogs, die Blue Men Group oder auch japanische oder afrikanische Trommler.

Überhaupt mag ich gerne alte Sachen. Auch bei Bauwerken/Gebäuden, Möbeln, Skulpturen, Gemälden. Irgendwie wurde früher mehr Wert auf Details gelegt. Mir gefallen zwar auch moderne Dinge, aber wenn, dann meist nur gemixt mit alten.



Das wäre es erst einmal in der langen Kurzfassung. Ich fasse es nicht, dass doch so viel aus dem Stehgreif heraus entstand. Wer mehr über meine kleine Praxis, Geschichten oder Bilder erfahren möchte … ein kleiner Klick und schon geht es weiter.



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